–
„Einmal Matrose werden“ Gerda Ebert – Boote und Schiffe
Ein sehnlicher Kinderwunsch von Gerda Ebert (1946*) steckt im Ausstellungstitel.
Er begleitet die Malerin auf dem Weg nach Erweiterung – nach einem größeren Horizont, den sie mit dem Element Wasser verbindet.
Das Boot oder Schiff als Motiv durchzieht ihr Werk. Natürlich kannte Gerda Ebert die weite Symbolik dieser Bildelemente. Sie beginnt bei ihr mit Abenteuerlust und Erkundungsdrang. Weiter geht es zum Überqueren von Meer, Fluss oder See als Brücke und Verkehrsmittel und wird zum Sinnbild von Verbindung und Übergang. Diese Bedeutung vertieft sich dort, wo das Wasser zur existenziellen Grenze wird – in Darstellungen von Flucht und Migration. Hier inbegriffen ist auch die Arche Noah als Schiff der Erlösung und Verheißung eines Neuanfangs.
In der motivischen Vielfalt ist eine Entwicklung der Malweise erkennbar: Der zunächst kraftvolle Malduktus wird durchscheinend, die Farben durchdringen einander und bannen den Augenblick, werden durch den Farbverlauf mit erneut kraftvollen Zäsuren unterstützt.
Die Ausstellung entstand zusammen mit dem Landesverband Künstlernachlässe Brandenburg, kuratiert von Dr. Liane Burkhardt und Heiko Straehler-Pohl, unterstützt von der Vorlass-Verwalterin Sabine Braun.
Save the date: Führung und Gespräch am 10. Mai 2026, 16 Uhr: „Nachlass zu Lebzeiten, warum nicht.“